23.01.2026

Wiener Regierungsklausur: “Starke Wirtschaft. Starkes Wien.”

Wien setzt auf eine starke Wirtschaft, soziale Sicherheit und gezielte Investitionen in Bildung, Stadtentwicklung, Innovation und Medienvielfalt.

Wien zählt seit Jahren für Unternehmen ebenso wie für Arbeitnehmer:innen zu den attraktivsten Metropolen Europas. Mehr als die Hälfte aller internationalen Betriebsansiedlungen in Österreich entfallen auf unsere Stadt. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern Ausdruck der hohen internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Wien.

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die außergewöhnlich hohe Lebensqualität: leistbares Wohnen, moderne Gesundheitsversorgung, chancengerechte Bildung, sichere Arbeitsplätze, ein hervorragend ausgebauter öffentlicher Verkehr, vielfältige Kulturangebote, zahlreiche Grünflächen und eine aktive Wirtschaftspolitik. Wir in Wien zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziale Sicherheit kein Widerspruch sind - das ist Wirtschaft mit Haltung.

Die vergangenen Jahre haben eines bewiesen: Wien ist selbst in Zeiten der Rezession der Wirtschaftsmotor der Republik. Durchgehendes Wirtschaftswachstum und ein Beschäftigungsrekord sprechen für sich. Wir setzen jetzt Maßnahmen, um dieses Wachstum weiter anzukurbeln, damit so viele Menschen eine Beschäftigung bekommen. Dabei setzen wir auf unsere Stärken: Ein lebendiger Tourismus, Investitionen in Zukunftsbranchen, die Sicherung einer vielfältigen Medienlandschaft. So führen wir Wien in eine erfolgreiche Zukunft.

Starke Wirtschaft. Starkes Wien.

Unter dem Motto „Starke Wirtschaft. Starkes Wien.“ hat die Wiener Stadtregierung bei ihrer Klausur am 23. Jänner 2026 im Wiener Rathaus den wirtschaftspolitischen Kurs weiter geschärft und neue Impulse gesetzt. Wien hat sich in den vergangenen Jahren selbst in Zeiten der Rezession als stabiler Wirtschaftsstandort mit robustem Arbeitsmarkt bewiesen.

Als einziges Bundesland verzeichnen wir in Wien seit Jahren durchgehend Wirtschaftswachstum. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum für 2025 für Wien liegt bei rund einem Prozent – im Gegensatz zu +0,3 Prozent für das gesamte Bundesgebiet. Mit einer Wirtschaftsleistung von rund 130 Milliarden Euro erwirtschaftet Wien mehr als ein Viertel der gesamten Wirtschaftsleistung Österreichs und bleibt damit Wachstumsmotor Österreichs.

Die Gründe dafür sind neben zahlreichen Maßnahmen des österreichweit einzigartigen Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds (waff) zur Steigerung der Beschäftigung auch ein Höchststand an über 10.000 Unternehmensneugründungen und 218 internationalen Betriebsansiedlungen. 

Wien hatte in den vergangenen drei Jahren den mit Abstand stärksten Zuwachs an Beschäftigungsverhältnissen – absolut (+35.585) wie prozentuell (+2,1 Prozent). Damit entfallen vom gesamten Beschäftigungszuwachs Österreichs genau 69,3 Prozent allein auf die Bundeshauptstadt. In den vergangenen drei Jahren sind in Wien mehr als doppelt so viele neue Jobs entstanden, wie in allen anderen Bundesländern zusammen. Die Bundeshauptstadt verzeichnet mit 933.430 Personen einen historischen Beschäftigungs-Höchststand.

Außerdem verzeichnete der städtische Tourismus 2025 mit über 20 Millionen Nächtigungen erneut einen Rekord (+6 %). Das sichert ganzjährig Arbeitsplätze, schafft Wertschöpfung in der Stadt und macht Wien zu einem stabilen Wachstumsmotor.

SPÖ Wien

Was zeichnet Wien als Wirtschaftsstandort aus? 

Ein guter Wirtschaftsstandort, aber auch eine lebenswerte Stadt funktioniert nur, wenn alle Menschen gerechte Chancen haben. Deshalb verfolgen wir in Wien eine sozialdemokratische Wirtschaftspolitik mit ganzheitlichem Ansatz, die die Menschen in den Mittelpunkt stellt und die beste Verbindung aus wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, sozialer Sicherheit und hoher Lebensqualität schafft.

Die wichtigste Säule für diesen wirtschaftlichen Erfolg bleibt die Bildung, denn Aufschwung funktioniert nur, wenn alle Menschen echte Chancen erhalten. Wien investiert weiter in die Sprachförderung, den Ausbau von Unterstützungspersonal und leistet mit einer umfangreichen Reform des Kindergartens den Grundstein für die besten Voraussetzungen aller Kinder für eine gelungene Bildungslaufbahn. Moderne Verwaltung, ein neues Fördersystem und eine Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für Pädagog:innen sind das Ziel.

Parallel investiert die Stadt konsequent in moderne Infrastruktur für Industrie, Forschung und Dienstleistungen, um Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit langfristig abzusichern. Ziel ist es, Wien als internationalen Standort weiterzuentwickeln, der krisenfest, innovativ und klimaneutral ist. Dazu werden zukunftsorientierte Branchen gezielt gestärkt und der wirtschaftliche Strukturwandel aktiv begleitet. 

Mit dem neuen Life Science Center in Neu Marx entsteht auf rund 14.000 m² gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Wien ein Innovations- und KI-Hub, der einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit der Menschen leisten wird. Wien stärkt damit seine Position als führender Life-Science- und KI-Standort in Europa. Bis 2029 investiert die Stadt rund 170 Millionen Euro – ein starkes Signal im internationalen Wettbewerb um Talente, Innovation und Investitionen. Das Forschungsinstitut AITHYRA (KI in der Biomedizin) steht bereits als erste Mieterin fest und belegt 50 % der Fläche.

Leistbares Wohnen und nachhaltige Stadtentwicklung

Das Wiener Wohnbaumodell ist international beachtet und genießt höchstes Ansehen. Wien ist führend, wenn es um den Ausbau und den Fortschritt im sozialen Wohnbau geht. Gleichzeitig bedeutet der kontinuierliche Ausbau des geförderten Wohnbaus, die Stärkung einer tragenden Säule der Wiener Wirtschaft. Mit der Wohnbauoffensive 2024+ wurden aktuell rund 22.200 geförderte Wohnungen auf Schiene gebracht und darüber hinaus starten auch im Jahr 2026 weitere Bauträgerwettbewerbe.

Mit der Entwicklung der fünf Stadtgebiete Erzherzog-Karl-Straße, Weichseltalgasse, Nordwestbahnhof sowie der neuen Gebiete Gasometer-Vorfeld und Wagramer Straße werden insgesamt 4.530 geförderte Wohnungen geschaffen und damit wichtiger, leistbarer Wohnraum mit hoher Wohnqualität. Auch mit dem Stadterneuerungsprogramm WieNeu+ setzen wir in Wien neue Maßstäbe. Die gezielte Sanierung und Belebung ganzer Grätzl steht dabei im Fokus.

Österreichs erste qualitative Medienunterstützung: Wiener Medieninitiative

Qualität ist uns auch in der vielfältigen Medienlandschaft ein wichtiges Anliegen. Unabhängige, qualitative journalistische Angebote sind essenziell für eine lebendige Demokratie. Mit der Wiener Medieninitiative stärkt die Stadt gezielt den Medienstandort Wien und setzt ein klares Zeichen gegen unregulierte, global agierende Online-Konzerne.

Die Wiener Medieninitiative wird laufend weiterentwickelt. Bereits im vergangenen Herbst wurde angekündigt, dass die Wiener Medieninitiative im März 2026 mit 600.000 Euro weitergeführt wird. Gefördert werden Projekte bestehender Medienunternehmen aus Wien, die Arbeitsplätze erhalten oder neue Arbeitsplätze schaffen. Dazu zählen etwa Vorhaben, die durch neue Formen der Medienproduktion, Digitalisierung oder Restrukturierung langfristige Beschäftigung ermöglichen. Die Initiative soll Wien weiterhin als Zentrum für Qualitätsjournalismus und Medieninnovation positionieren. Um den Anteil von Frauen in leitender Position in Medienprojekten zu stärken, wird der Frauenbonus weitergeführt.

Darüber hinaus wird die Wiener Medieninitiative langfristig abgesichert und mit insgesamt 6 Millionen Euro ausgestattet, um Medienvielfalt, qualitätsvolle Berichterstattung und journalistische Arbeitsplätze am Medienstandort Wien nachhaltig zu fördern.

SPÖ Wien

Mit gezielten Investitionen in Bildung, Innovation, leistbares Wohnen, Klimaschutz, Medienvielfalt, Wissenschaft, Kultur und Sport stärken wir in Wien die Wirtschaft und sozialen Zusammenhalt gleichermaßen. So bleibt Wien auch in herausfordernden Zeiten eine verlässliche Partnerin, Wirtschaftsmotor der Republik und eine Stadt, die Chancen schafft und Verantwortung übernimmt.

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