22.10.2026

Hochwasserschutz am Wienfluss deutlich verstärkt

Alle sechs Rückhaltebecken in Auhof wurden saniert – Wien ist nun für ein statistisch 5.000-jährliches Hochwasser gerüstet.

Die Bilder des Rekordhochwassers im September 2024 sind vielen Wienerinnen und Wienern noch in Erinnerung. Innerhalb weniger Stunden verwandelte sich der Wienfluss von einem ruhigen Bach in einen reißenden Strom. Dank der bestehenden Schutzmaßnahmen konnte Wien das Extremereignis weitgehend ohne größere Schäden bewältigen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig es ist, den Hochwasserschutz laufend weiterzuentwickeln.

„Vielen von uns sind noch die Bilder aus dem September 2024 in Erinnerung. Der Wienfluss, sonst ein Bach, wurde innerhalb weniger Stunden zum reißenden Strom. Aber während weite Teile in unserem Umland unter Wasser standen, hat Wien diese Hochwasserkatastrophe nahezu unbeschadet – ohne größerer Schäden – überstanden. Und trotzdem bauen wir unseren Hochwasserschutz weiterhin konsequent aus. Mit Renaturierungsmaßnahmen auf der einen Seite und anderseits mit modernster Technik. Für unser aller Sicherheit“ - Bürgermeister Dr. Michael Ludwig

Rückhaltebecken in Auhof umfassend saniert

Die sechs Rückhaltebecken in Auhof sind ein zentraler Bestandteil des Hochwasserschutzes in Wien. Auf einem 37 Hektar großen Areal zwischen dem Lainzer Tiergarten und der Westbahnstrecke halten sie bei Hochwasser große Wassermengen zurück und entlasten damit den Wienfluss im dicht bebauten Stadtgebiet. Das Rekordhochwasser im September 2024 hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig diese Anlagen für die Sicherheit unserer Stadt sind. Damals erreichte der Wienfluss eine Durchflussmenge von bis zu 440.000 Litern pro Sekunde. Die Rückhaltebecken stießen erstmals an ihre Kapazitätsgrenze. Deshalb bauen wir den Hochwasserschutz konsequent weiter aus.

Die Trennmauern zwischen den Rückhaltebecken und dem Wienfluss wurden auf einer Länge von rund 1,2 Kilometern saniert und um bis zu einen Meter erhöht. Auch die sechs Wehrschwellen wurden erneuert und um 50 Zentimeter angehoben. Insgesamt fassen die Becken nun mehr als 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser. Damit ist die Anlage für ein statistisch 5.000-jährliches Hochwasser ausgelegt.

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Moderne Technik und Erhalt historischer Anlagen

Beim Ausbau des Hochwasserschutzes setzen wir auf moderne Technik und bewahren gleichzeitig das historische Erbe unserer Stadt. Die Rückhaltebecken in Auhof sind mehr als 120 Jahre alt und zählen zu den traditionsreichen Hochwasserschutzanlagen Wiens. Bei der Sanierung wurden daher auch historische Bauteile nach den Vorgaben des Bundesdenkmalamts instandgesetzt. Unter anderem wurden historische Bedienungsstege erneuert und rund 2.500 Meter Geländer wiederhergestellt.

Auch an anderen Stellen entlang des Wienflusses haben wir zusätzliche Schutzmaßnahmen umgesetzt. Beim Donaukanal wurde die Hochwassermauer im Bereich der U-Bahn verstärkt. In der Ludwiggasse in Penzing schützt eine neue Mauer die Anrainerinnen und Anrainer besser vor künftigen Hochwasserereignissen.

Wien baut den Hochwasserschutz weiter aus

Für besiedelte Gebiete gilt in Österreich grundsätzlich ein Schutzziel für ein 100-jährliches Hochwasser. Die Rückhaltebecken in Auhof sind nach ihrer Sanierung und Erweiterung nun auf ein statistisch 5.000-jährliches Hochwasser ausgelegt. Damit liegt das Schutzniveau am Wienfluss beim 50-Fachen dieses Richtwerts. Wir werden den Hochwasserschutz auch weiterhin vorausschauend ausbauen und bestehende Anlagen laufend an neue Herausforderungen anpassen. Denn der Schutz der Bevölkerung erfordert langfristige Planung, gezielte Investitionen und das Zusammenspiel unterschiedlicher Maßnahmen.

„Die Stadt Wien investiert laufend und konsequent in einen nachhaltigen und zuverlässigen Hochwasserschutz und damit in die Sicherheit der Wienerinnen und Wiener“, - Bürgermeister Dr. Michael Ludwig.

Unser Ziel ist klar: Wir wollen Wien bestmöglich auf künftige Extremwetterereignisse vorbereiten und die Sicherheit der Wienerinnen und Wiener langfristig gewährleisten.

Bürgermeister Dr. Michael Ludwig