Innovatives Solarfaltdach über Klärbecken
Wien setzt beim Klimaschutz auf innovative Lösungen: Über einem Klärbecken der Wiener Hauptkläranlage entsteht bis Juni 2027 ein Solarfaltdach mit 1.750 m² Fläche. Die innovative Photovoltaikanlage wird rund 260 Megawattstunden Solarstrom pro Jahr erzeugen – ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.
„Wien hat sich als erstes Bundesland mit einem eigenen Klimagesetz dazu verpflichtet, bis 2040 klimaneutral zu werden. Dazu bauen wir unsere Energieversorgung in großen Schritten um – weg von fossilen Brennstoffen hin zu umweltfreundlicher Energie wie Sonnen- und Windkraft. Das reduziert die Erwärmung in der Stadt und sorgt für stabile Energiepreise für die Wienerinnen und Wiener und die Wiener Wirtschaft“ - Bürgermeister Dr. Michael Ludwig.
Solarfaltdach macht Klärbecken für Wartung zugänglich
Die Photovoltaik-Module des Solarfaltdachs sind an einer Seilkonstruktion befestigt und können wie ein Vorhang auf- und zugefahren werden. Das Dach lässt sich innerhalb von 30 Sekunden ein- oder ausfahren. Dadurch bleibt das darunterliegende Klärbecken jederzeit für Wartungsarbeiten zugänglich.
Eine integrierte Wettersteuerung fährt die Anlage bei starkem Wind, Schneefall oder Hagel automatisch ein.
Pilotprojekt für weitere Klärbecken
Das erste Solarfaltdach entsteht über dem Becken „Vorklärung West 2“ der Wiener Kläranlage. Bei erfolgreichem Betrieb soll die Solarstrom-Nutzung auf weitere Klärbecken ausgeweitet werden. Insgesamt besteht auf dem Gelände ein Potenzial von knapp sieben Fußballfeldern.
„Großflächige Investitionen machen Wien schon jetzt zur drittgrößten Windstrom-Produzentin und zur größten Sonnenstrom-Produzentin Österreichs. Gleichzeitig setzt Wien auch auf kreative und innovative Lösungen. Das faltbare Sonnenstrom-Dach über den Becken der Wiener Kläranlage zeigt diesen Innovationsgeist eindeutig“ - Bürgermeister Dr. Michael Ludwig
Wiener Kläranlage produziert mehr Energie als sie verbraucht
Die Wiener Hauptkläranlage ist bereits heute ein wichtiges Energiezentrum der Stadt. 2025 lag der Eigenversorgungsgrad bei Strom bei 110 Prozent und bei Wärme bei 173 Prozent. Wiens Kläranlage sorgt nicht nur für eine saubere Donau, sie erzeugt bereits heute mehr Energie, als für die Abwasserreinigung benötigt wird.
Mit dem neuen Solarfaltdach über der Wiener Kläranlage wird die Nutzung erneuerbarer Energie weiter ausgebaut. Damit verbindet Wien Gewässerschutz, innovative Photovoltaik und Klimaschutz auf einer bestehenden Fläche.
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